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"Und warum sind da jetzt Brüste?" - Warum auch die Gamerszene mehr als einen Aufschrei verdient hat

culture
8 May 15:00 - 16:00
60 minutes
beginner
German
discussion

Thesis:

Die Gaming-Industrie und -Szene hängen in einer pre-feministischen Epoche fest. Dieses Panel ist einer von vielen Rohrposttunneln auf dem Weg in die Gegenwart.

Beschreibung:

47% der gamenden Population sind Frauen. Eine Zahl, die eigentlich dafür ausreichen sollte, als Zielgruppe ernst- und vorallem wahrgenommen zu werden.

Die Realität ist 2013 leider immer noch eine andere. Die Industrie produziert am laufenden Band Games, deren Frauenbilder aus einer anderen Epoche zu stammen scheinen. Riesige Brüste, entsprechend winzige Kleidung und in den meisten Fällen, sind Frauen in Spielen immernoch etwas, das geretten werden muß. Fühlen wir - als Frauen und vor allem gamende Frauen- uns in einer vermeintlich emanzipierten Welt von diesem Bild angesprochen? Sicher nicht.

Wollen wir uns damit begnügen, dass sich scheinbar ausschließlich Männer über diesen Zustand austauschen und sich nichts ändert? Auch nicht. 

Die gamenden Welt ist nicht in Ordnung und das nicht erst, seit Anita Sarkeesian für ihre Kritik an der bestehenden Situation eine gehackte Wikipediaseite, Morddrohungen und ein "Komm-wir-kloppen-dich-kaputt"-Game erhielt. Ein scheinbar allumfassender Seximus der sowohl bei der Entwicklung von Games jeder Art vorherrscht als auch eine Szene, in der Männer nach wie vor meinen, es sei ihre Domäne, in der Frauen an Controllern nichts zu suchen haben, versucht, Frauen die Partizipation an dieser Enklave zu verleiden.

Zeit also, den omipräsenten Sexismus, der unsere Gesellschaft nach wie vor beherrscht, aus Frauenperspektive und am speziellen Beispiel der Games zu beleuchten.