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Die zukünftige Stadt: Sensoren und vernetzte urbane Kommunikation (Einführungsvortrag mit Diskussion)

science & technology
8 May 16:15 - 17:15
60 minutes
intermediate
German
discussion

Thesis:

Eine Smart City erfordert den Einsatz neuer Technologien, welche hauptsächlich mobile und immobile Sensoren sind und die die technische Infrastruktur zukünftiger Städte darstellen. Für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung müssen smarte Cities jedoch durch Sensoren erhobene Daten zum Nutzen der Bürger, im Sinne eines bottom-up-Prozesses, verwenden - ein Perspektivenwechsel von der Smart zur Open city ist notwendig.

Beschreibung:

Die Smart City

In der Stadtforschung erfreut sich das Konzept der Smart City in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Durch digitale Infrastrukturen, eine zunehmende (informationstechnische) Vernetzung und den Siegeszugs des Internets entstanden in den letzten 20 Jahren eine Vielzahl an Theorien, welche die Bedeutung und neuen Möglichkeiten der digitalen urbanen Zukunft beschrieben. Zu nennen sind hier bspw. „City of Bits” (Mitchell 1996), “Network Society” (Castells 2000) oder “Being digital” (Negroponte 1996). Daher ist es nicht verwunderlich, dass im Kontext der "Smart City" weitere ähnliche Begriffe zu finden sind - dazu gehören: Sentient City, Informational City, Intelligent City und andere.

Viele dieser Ansätze finden sich wieder im dem Konzept der "Smart City", welches davon ausgeht, dass die zunehmende Vernetzung von Menschen, Prozessen und Objekten eine intelligentere und damit bessere, effizientere und ökologischere Stadt  unterstützen kann. So soll die Stadt bzw. die in ihr befindlichen Elemente selbstständig in der Lage sein, äußere Einflüsse und Eindrücke wahrzunehmen, zu messen, zu verarbeiten und darauf zu reagieren.

Ziel des Vortrags

Ziel ist es, aus der Perspektive der Stadtforschung, die neuen Potentiale und Herausforderungen einer Smart City (sozial, technologisch und in Governance-Hinsicht) darzustellen und anhand konkreter Projekte, die daraus resultierenden Methoden, die für ihre Realisierung eingesetzt werden müssen, zu erläutern. Abschließen soll gezeigt werden, auf welche Weise offene Konzepte (z.B. Open Data, Open Participation, Open Source) helfen, bestehende Potentiale in Städten zu nutzen und inwiefern sie damit ein elementares Fundament für eine bessere Satdtentwicklung darstellen.  Daher wird schlussendlich der Perspektivwechsel von einer "Smart City" in Richtung einer "Open City" gefordert.

 Literatur:

Batty, Michael; Axhausen, Kay; Fosca, Giannotti; Pozdnoukhov, Alexei; Bazzani, Armando; Wachowicz, Monica et al. (2012): Smart Cities of the Future. Hg. v. Center for advanced Spatial Analysis (CASA). Center for advanced Spatial Analysis (CASA). London (CASA Working Paper, 188).

Castells, M., 2000. The rise of the network society, Oxford: Blackwell Publishers.

Höffken, S.; Streich, B. (2011): Engaging the Mobile Citizen. In: Proceedings REAL CORP 2011 Tagungsband, Wien

Negroponte, N., 1996. Being digital 1st ed., New York: Vintage Books.

Sinnig, Heidi (2005): Partizipation - neue Anforderungen an eine bewährte Governanceform. In: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) (Hg.): Urban Governance. Bonn (Informationen zur Raumentwicklung, 9/10).